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Chronik 2009
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Montag, 18. Januar 2010 |
Traditionell begingen auch in diesem Jahr die Menschen in Deutschland am zweiten Sonntag vor dem 1. Advent den Volkstrauertag. Dies ist der nationale Trauertag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und der Toten der beiden Weltkriege. Die Kriege brachten der Welt unsägliches Leid. Deshalb ist dieser Tag gleichzeitig eine Mahnung, dass solch verheerende Ereignisse nie wieder die Menschheit erschüttern.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden wie überall auch junge Luckaer zum Militärdienst eingezogen. Mit dem ersten Mobilmachungstag, dem 2. August 1914, trat der Kriegsfahrplan der Eisenbahn in Kraft.
Er brachte starke Verzögerungen in der Beförderungen der Zivilpersonen mit sich. Mit Beginn der Kampfhandlungen begann in Lucka eine vielfältige Geldsammeltätigkeit zur Unterstützung Bedürftiger. Weihnachtspakete wurden an die Front geschickt. Bald darauf wurden die Sammlungen auf Materialien ausgedehnt. Wolle, Gummi, Papier und Metall benötigte die Kriegsindustrie. Die Schulkinder sammelten Laub und Steinobstkerne, aus denen Öl gewonnen wurde. Die Luckaer Bevölkerung wurde aufgefordert, Gegenstände aus Kupfer, Messing und Nickel abzugeben. |
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Chronik 2009
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Dienstag, 17. November 2009 |
13. Januar 1895
Die hier vom 5. bis 7. Januar abgehaltene Geflügelausstellung im Rathhaussaale hatte sich eines regen Besuches zu erfreuen. Auch hatte der hiesige Geflügelzüchterverein alles aufgeboten, seinen Besuchern den Aufenthalt in dem schön dekorierten Saale angenehm zu machen, und so ist demselben volle Anerkennung zu zollen. Auch die Stadt hat für das Unternehmen insofern Interesse gezeigt, als dieselbe einen Ehrenpreis stiftete. Bei einem Rundgange durch die Ausstellung sahen wir recht schöne Exemplare von Geflügel. |
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Montag, 19. Oktober 2009 |
In den Jahren 1940/1941 war am Rusendorfer See, er wurde im Volksmund auch Bismarcksee genannt, eine Spülkippe angelegt worden. Nachdem die Gruben Bismarck und Phönix ihre Aschen- und Kohlenschlämme bereits in den See spülten, wurden nun auch von der Falkenhainer Seite her Abraummassen aus den Tagebauen Falkenhain/Hemmendorf und Phönix-Ost eingespült. Die BRABAG Zeitz spülte auf der Mumsdorfer Seite ihre teerhaltigen Kohlenschlämme in den See. Zu Beginn des II. Weltkrieges hatte die Grube Phönix drei Doppel-Dampfloks erhalten. Diese Zwillingsloks, gebaut von der Firma Hentschel aus Kassel, waren eigentlich für den Export bestimmt. Der Kriegsbeginn verhinderte aber die Lieferung in das Ausland. Als Abraumwagen kamen die ersten Luftkipper zum Einsatz. |
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Montag, 19. Oktober 2009 |
Altenburger Zeitung für Stadt und Land
1. Juli 1892
Lucka. Reges Leben herrschte am Sonntag in unserer Stadt, denn der Sängerbund an der weißen Elster, welchem Bunde auch unser Gesangverein „Liederkranz” angehört, feierte sein zehnjähriges Stiftungsfest in unserm gastfreundlichen Städtchen. Reiche Dekorationen, Flaggen ec. Zierten die Häuser, Ehrenpforten und Guirlanden mit Willkommensgruß ec. Die Straßen, kurz alle Einwohner nahmen an dem schönen Feste regen Antheil. Mit dem Zug 10 Uhr 39 Min. trafen die ersten fremden Gesangvereine ein und wurden vom hiesigen Bruderverein mit Musik abgeholt, um 3 Uhr fand allgemeiner Umzug durch die Straßen der Stadt und um 4 Uhr das Konzert im Saale des „Deutschen Hauses“ statt. Das reichhaltige Konzert=Programm wurde mit dem Begrüßungslied von Schleidt, vorgetragen vom hiesigen Gesangverein „Liederkranz“ eröffnet, welchem sich als Chorlied die deutsche Volkshymne „Für Kaiser und Reich“ von L. Liebe anschloß, nun folgten abwechselnd Einzelgesänge der fremden Vereine, welche im Großen und Ganzen sehr freundlich ausgeführt wurden und reichlichen Beifall ernteten. Dem Konzert folgte Ball. (L.N.) |
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Mittwoch, 23. September 2009 |
Nach dem Umzug der Volksschule in den Bischofsweg im Jahre 1927 wurde die alte Schule als Berufsschule umgebaut. Eine gewerbliche Fortbildung gab es in Lucka schon seit 1834 in einer freiwilligen Sonntagsschule bis zum 27. Jahre der Lehrlinge und Gesellen. 1896 wurde die Schulpflicht für eine gewerbliche Fortbildungsschule ohne eine fachspezifische Gliederung in Sammelklassen an Wochentagen eingeführt. Unterrichtsgegenstände waren: Berufs- und Bürgerkunde, Deutsch, Rechnen, Zeichnen, Religion und Turnen. Den Unterricht erteilten Lehrer nebenberuflich und sie unterstanden der Leitung der Volksschule. Im Jahre 1920 wurde diese Schule zur Berufsschule und erhielt mit Herrn Gewerbeoberlehrer Präßler eine hauptamtliche Lehrkraft als Direktor. |
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Montag, 17. August 2009 |
Am Rande der Stadt Lucka, nahe dem Rainbach und unweit des „Alten Sportplatzes”, steht heute ein leeres Gebäude und wartet auf weitere Verwendung. Es wurde 1836 gebaut, als Volksschule. Vielen Luckaer Bürgern ist es aber heute noch als Berufsschule bekannt. Generationen von Knaben und Mädchen gingen in mehr als 150 Jahren in diesem Haus täglich ein und aus. Sie wurden hier gebildet, erzogen und auch behütet. Seit 1836 wechselten mehrere Bildungseinrichtungen in diesem Gebäude. Die Volksschule, die Berufsschule und auch ein Kindergarten hatten in diesem Haus nacheinander ihr Betätigungsfeld. Da diesem Haus nun ein Abriss droht, wollen wir die Erinnerung an diese Schule hiermit festhalten und aus seiner Geschichte berichten.
Um 1800 wurden die Knaben und Mädchen in zwei verschiedenen Schulhäusern unterrichtet. Es gab das Knabenschulgebäude von 1681 in der Schulgasse 12 „Am Stadtgraben”, welches bis 1835 genutzt wurde. Im Schulgebäude waren 2 Wohnungen (für den Kantor und den Kirchner), 1 Lehrerzimmer und nur 1 Klassenzimmer für beide Knabenlehrer. Wie beide Lehrer den Unterricht darin gehalten haben, lassen die Quellen nicht erkennen. |
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Dienstag, 21. Juli 2009 |
Altenburger Zeitung für Stadt und Land
25. September 1861
Lucka, den 17. Sept.
Der Geburtstag unseres durchlauchtigsten Landesherren wurde auch in unserem Städtchen in sinniger Weise gefeiert. AM frühen Morgen verkündet Kanonendonner den beginnenden festlichen Tag; bald darauf rief Reveille die Schützenkompanie zusammen und unter den Klängen der Musik zog unser munteres Schützenvölkchen hinaus nach dem Schießplatz. Daselbst fand während des Nachmittags ein Prämienschießen mit Konzertmusik statt und ein solenner Ball in den neu dekorirten Räumen des rathhauses beschloß die frohe Feier. Möge die Wiederkehr dieses Tages uns noch recht oft in gleicher Festesfreude, treu eingedenk ihrer hohen Bedeutung, vereinige! |
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Montag, 22. Juni 2009 |
Auf dem Vorplatz der Falkenhainer Kirche, angelehnt an die Rückseite des Gefallenendenkmals von Rusendorf aus dem I. Weltkrieg, befindet sich ein sehr altes Steinkreuz. Durch sehr starke Beschädigung hat es die Form eines Pilzes angenommen. Der ursprüngliche Standort dieses Kreuzes befand sich ungefähr 300 Meter westlich von Falkenhain, dort, wo der ehemalige Langendorfer Weg von der ehemaligen Mumsdorfer – Staschwitzer Straße abzweigte. Bis 1929 war es, tief in der Erde versunken, hinter einer vierkantigen Wegsäule stehend, nahezu verborgen und in Vergessenheit geraten.
Der Heimatforscher Max Liebig aus Hagenest wurde im Sommer 1929 auf das Kreuz aufmerksam. Nach Freilegung der einen Schulter des Kreuzes fotografierte er es erstmals. Einige Jahre kümmerte er sich nicht weiter um den Stein, erst am 30. August 1935 suchte er ihn wieder auf. Er fand das Kreuz unberührt vor, zu dieser Zeit wurden am Mumsdorfer Weg neue Wasserleitungsrohre verlegt. Erst jetzt meldete er den Fund dem damaligen Falkenhainer Bürgermeister Martin Ley. Es wurde vereinbart, den Stein bloßzulegen. Das geschah am 4. September 1935 durch den Gemeindearbeiter Artur Lindner. Max Liebig vermaß den Stein, er hatte die Form eines Maltheserkreuzes und war aus Sandstein. Wieder wurde es still um das Kreuz.
In der „Zeitzer Heimat“ vom 7. Juli 1959 erschien von Werner Schulz aus Tauchlitz der Artikel „Steinkreuze im Zeitzer Land“, darin findet auch das Falkenhainer Steinkreuz Erwähnung, gehörte doch Falkenhain bis 1952 zum Landkreis Zeitz. Das Kreuz war wieder tief in die Erde gesunken, nur sein Kopf ragte noch heraus.
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Montag, 25. Mai 2009 |
Altenburger Zeitung für Stadt und Land
30.1.1860
Lucka, 28. Jan. 1860
Gestern wurde hier in der Schnauder der Leichnam eines neugeborenen Kindes gefunden und gerichtlich aufgehoben. Die unnatürliche Mutter ist den Vernehmen nach zur Zeit noch nicht ermittelt.
2. Juli 1860
Lucka, 30. Juni
Gestern wurde unsere Stadt durch einen unerwarteten, leider nur sehr kurzen Besuch Sr. Hoheit des regierenden Herzogs hoch erfreut. Hoch=derselbe kam in Begleitung des Herrn Hauptmann v. Knorrfrüh nach 9 Uhr an, nahm die Lokalitäten des neuen Gerichts= und Steuer=Amtsgebäudes eingehend in Augenschein und kehrte nach kurzem Aufenthalt nach Altenburg zurück. |
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Montag, 27. April 2009 |
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges war unsere Region oftmals Ziel der alliierten Streitkräfte. Die Werke in Rositz, Meuselwitz und Böhlen sowie die Großstadt Leipzig waren der Grund. Nicht nur auf strategisch wichtige, sondern auch zivile Objekte wurde dabei die todbringende Last abgeworfen. Über die genaue Anzahl der Fliegeralarme wurde genauestens Buch geführt. Zuständig dafür war das Postamt Lucka. In diesem Verzeichnis sind 230 Fliegeralarme tagebuchmäßig erfasst. Die Eintragungen beginnen mit dem 16. August 1940, obwohl die ersten fünf Bomben bereits am 13. August 1940 in Richtung Regis abgeworfen wurden. |
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Freitag, 20. März 2009 |
3. Zusammenfassung im Spiegel der Zahlen – Zeittafel
Um 1960
Mehr als 900 Schüler besuchen die Heinrich-Heine-Oberschule Lucka.
1960
Gründung des Pionierblasorchesters Lucka/Leitung: Ludwig Hermann Taube
02. 09. 1961
neue Schule Grundsteinlegung – Beginn der Bauarbeiten durch den VEB Kreisbau Altenburg |
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